Mein Testergebnis:
Saftqualität
Saftausbeute
Handhabung
Lautstärke
Reinigung
Verarbeitung
Gesamtbewertung:

Küchenmaschine Testportal Bewertung 1,8 gut

Beim Philips 1871/10 handelt es sich um einen Zentrifugalentsafter, mit dem sich in Sekunden frischer Saft herstellen lässt. Ich habe mir das Produkt des Markenherstellers genau angesehen und ausgiebig für euch getestet.

Erster Eindruck – Die Verarbeitung

Der Entsafter des bekannten Herstellers Philips besitzt ein modernes, rundes und kompaktes Design. Der Korpus aus gebürstetem Edelstahl lässt das Gerät robust und elegant erscheinen. Dadurch, dass sich der Tresterbehälter im Gerät selbst befindet und nicht außerhalb, nimmt der Entsafter viel weniger Platz im Betrieb ein. Mit den Maßen 30,2 x 37,6  x 51,5 cm bringt er gute 5,2 kg auf die Waage. Allein durch dieses Gewicht und der kompakten Bauweise erhält das Gerät eine ordentliche Standsicherheit. Diese wird durch die vier rutschfesten Standfüße noch unterstützt. Das Materialgehäuse enthält den Kunststoff Polypropylen (PP) und der Saftbehälter ist aus Styrol-Acrylnitril-Copolymer (SAN) gefertigt. Leider gibt es keine Angaben seitens des Herstellers, ob Bisphenol A darin enthalten sind. Man kann aber davon ausgehen, dass keins drin sind, da Polypropylene generell kein Bisphenol A enthalten. Das Polystyrol des Gehäusedeckels enthält ebenfalls grundsätzlich kein BPA, aber eventuell hormonähnliche Weichmacher. Wichtig ist, dass das Teil, mit dem das Pressgut hier am meisten in Berührung kommt, nämlich das Sieb, aus Edelstahl ist, und somit frei von schädlichen Chemikalien.

Der Philips HR1871/10 Entsafter vor dem Aufbau
Der Philips HR1871/10 Entsafter nach dem Aufbau

Besonderes Augenmerk liegt bei diesem Entsafter auf der großen Einfüllöffnung. Diese ist im Vergleich zu anderen Geräten mit einem Durchmesser von 80 mm bemerkenswert breit. Das erleichtert und beschleunigt die Herstellung von Säften ungemein, da das Obst oder das Gemüse vor dem Entsaften nicht extra in kleine Stücke geschnitten werden muss.

Technische Daten und Ausstattung

Technische Daten

  • Entsaftertechnik: Zentrifuge
  • Umdrehungen pro Minute: 7.500 – 11.000 U/min
  • Einfüllöffnung ø: 8,0 cm (XXL)
  • Leistung: 1000 Watt
  • Maximaler Dauerbetrieb: 60 Sekunden
  • Geschwindigkeitsstufen: 2
  • BPA-frei: keine Angaben
  • Saftbehälter: 1,5 l
  • Tropf-Stopp-System: ja
  • Materialien: Edelstahl, SAN-Kanne und PS-Gehäusedeckel, Kunststoff
  • Gewicht: 5,2 kg
  • Maße (B x T x H): 30,2 x 37,6  x 51,5 cm

Der Entsafter arbeitet mit einer starken Leistung von 1.000 Watt. Die Zentrifuge erreicht damit eine Geschwindigkeit von bis zu 11.000 Umdrehungen pro Minute. Diese kann in zwei Stufen gewählt werden und so an den Härtegrad von Obst und Gemüse angepasst werden.

Das Stromkabel am Zentrifugalentsafter hat eine Länge von einem Meter, was lang genug ist, wenn man den Entsafter auf der Küchentheke stehen hat. Das Gerät verfügt über eine Kabelaufwicklung, sodass das Kabel bei Nichtgebrauch ordentlich verstaut werden kann. Zur Sicherheit verfügt der Entsafter von Philips über eine integrierte Sicherheitsabschaltung, der das Gerät vor einer Überhitzung schützt.

 

Feines Sieb aus Edelstahl

Der Philips HR1871/10 Entsafter im Betrieb

Der Aufbau des Entsafters ist dank der gut bebilderten Bedienungsanleitung in wenigen Minuten erledigt. Die Bedienung des Gerätes ist im Prinzip selbsterklärend: Einstellen der Geschwindigkeitsstufe und danach Drücken des Startknopfes. Wichtig vor dem Starten des Entsaftens ist, dass sich der Verriegelungsarm in gesperrter Position befindet. Besonders hilfreich beim Bedienen des Geräts ist die große Einfüllöffnung. Das zeitraubende Vorschneiden von Obst und Gemüse entfälltAus Äpfeln und Trauben müssen die Kerne nicht entfernt werden und das Obst muss nicht geschält werden. Einfach nur das Obst und Gemüse waschen und durch den Entsafter jagen. Nur bei dicke oder harten Schalen,  z. B. Schalen von Granatapfel, Orangen und roher Rote Bete ist es empfehlenswert diese zu entfernen, da man diese auch sonst nicht essen würde.

 

Der Ausgießer ist mit einer Tropf-Stopp Funktion ausgestattet, die das Tropfen verhindern soll. Die Arbeitsfläche in der Küche sollte somit immer sauber bleiben. Ich musste jedoch feststellen, dass es bei diesem Modell trotzdem ein wenig tropfte (2-3 Tropfen). Jedoch bei Weitem nicht so viel wie bei anderen Entsaftern.

Beim Betrieb beeindruckte mich neben der einfachen Bedienbarkeit auch die Stabilität des Geräts: es steht selbst bei hoher Beanspruchung und maximaler Anzahl an Umdrehungen pro Minute stabil und standsicher und verrichtet resolut seine Arbeit. Nichts ruckelt oder wackelt. Ein kleiner Nachteil ist jedoch die Tatsache, dass sich der Trester im Entsafter selbst befindet, anstatt außerhalb, wie bei anderen Entsaftern. Aus diesem Grund muss jedes Mal, wenn dieser voll ist, eine Zwangspause eingelegt werden, um den Behälter zu entleeren. Dies kommt allerdings nur dann vor, wenn man eine sehr große Menge auf einmal entsaften möchte.

Saftausbeute und Pressgut Arten

Bei der Herstellung von frischen Säften ist die Saftausbeute immer ein besonders wichtiges Kriterium. Schließlich möchte man von seinem guten Obst oder Gemüse so viel wie möglich haben. Die tatsächliche Saftausbeute, die aus Obst oder Gemüse gewonnen werden kann, hängt selbstverständlich immer davon ab, wie hoch der Wassergehalt des jeweiligen Obstes oder Gemüses ist, vom Alter und von dem Reifegrad ab. Auch ist die Ausbeute bei den verschiedenen Sorten Äpfel z.B. unterschiedlich. Also nicht wundern, wenn bei euch zu Hause die Ausbeute ein wenig anders ausfällt als die hier beschriebene.

Saftausbeute:

Aus 1 Apfel, 1 rote Beete und 2 Karotten (ca. 385 g) habe ich ca. 260 ml reinen Saft erhalten (ohne Schaum). Das ist eine sehr gute Saftausbeute von 67,5 %.  

Die hohe Saftausbeute konnte man auch an dem trockenen Trester erkennen. Beim Philips Entsafter ist die Ergiebigkeit besonders hoch im Vergleich zu anderen Zentrifugalentsaftern, wie z.B. dem Gastroback. Die Erklärung liegt in dem unterschiedlichen Entsaftungssystem, bei dem das Sieb hier umgekehrt positioniert ist (auf dem Kopf). Dadurch kann der Entsafter mehr Saft pressen.

 

Saft mit Schaumbildung

 

 

Trester ist sehr trocken

Für welches Pressgut geeignet?


Harte Früchte- und Gemüsesorten (z.B. Rote Beete, Apfel, Karotten, Sellerie)

Weiche Früchte- und Gemüsesorten (z.B. Orangen, Ananas, Salatgurke, Tomaten, Zucchini)

Weißkohl / Rotkohl

Granatapfel

Ingwer, Ananas

Blattgemüse (Blattpetersilie / Spinat), Kräuter

Weizengras

Stärkehaltige Früchte: Bananen, Papayas, Avocados, Feigen und Mangos

Hartes Obst und Gemüse (Rote Beete, Apfel, Karotten, Sellerie) so wie weiches Obst und Gemüse (Orangen, Salatgurke, Tomaten) wurde  in meinem Entsafter Test problemlos zerkleinert und entsaftet. Auch Ananas und Ingwer ließen sich gut entsaften. Bei Blattgemüse sind die Ergebnisse wie erwartet nicht so zufriedenstellend wie bei einer horizontalen Entsafterpresse. Die kleinen, leichten Blätter werden nur grob zerteilt und landen im Tresterbehälter, anstatt entsaftet zu werden.

Die mitgelieferte Saftkanne fasst 1,5 Liter und der Fruchtfleischbehälter 1,6 Liter. Das Fassungsvolumen des Entsafters ist jedoch größer als das der Kanne, nämlich 2,5 Liter, sodass wir in einem Durchgang bis zu 2,5 Liter Saft herstellen können.

Dieses Rezept habe ich ebenfalls ausprobiert: Lecker und erfrischend! Die Ausbeute war auch hier sehr hoch.

Orangen-Möhrensaft

  • 1 kg Möhren
  • 4 Orangen (geschält)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 großer Zweig frische Minze (zum Garnieren)

Wie ist die Saftqualität?

Die Saftqualität ist für einen Zentrifugalentsafter sehr gut. Aber insgesamt betrachtet erhält man mit Slow Juicer, die mit sehr niedriger Anzahl an Umdrehungen pro Minute entsaften, einen hochwertigeren Saft, da durch die Zentrifugaltechnik einige der Vitamine oxidieren. Ein frischer Saft aus der Zentri­fuge ist jedoch immer noch gesünder und enthält weit mehr Vitamine als ein Saft aus dem TetraPack.

Zudem bildet sich bei dem Philips Modell, wie man auf den Fotos erkennen kann, Schaum auf den Saft. Dieser kann entfernt werden, indem man den Deckel mit integriertem Schaumsieb auf die Saftkanne setzt.

Lautstärke

Positiv anzumerken ist die nicht zu hohe Geräuschentwicklung. Zentrifugalentsafter sind aufgrund ihrer sehr hohen Umdrehungszahlen meist sehr geräuschintensiv vergleichbar mit einem Rasenmäher. Das Modell von Philips zeigt sich jedoch nach meinem Empfinden vergleichsweise ruhig (78 dB laut Hersteller).

Reinigung

Der Hersteller gibt an, dass das Gerät innerhalb einer Minute gereinigt ist. Bei meinem Test hat sich das allerdings nicht bestätigt. Fest steht, dass alle Teile des Gerätes einfach zu reinigen sind, da sie eine rundliche Form aufweisen. Es gibt erfreulicherweise keine Ecken oder Kanten, unter denen sich Reste absetzen können. Stopfer, der Saftbehälter, das Sieb und der Fruchtfleischbehälter lassen sich problemlos auseinanderbauen und ganz einfach unter fließendem Wasser gereinigt werden.

Besonders erfreulich ist die einfache Reinigung des Siebs. Durch die spezielle Oberflächenbeschaffenheit können sich Fruchtfasern hierin nicht festsetzen. Mit einem Schwamm oder einer Bürste kann das Sieb so unter fließendem Wasser ohne großen Aufwand gereinigt werden. Der Fruchtfleischbehälter lässt sich ebenfalls kinderleicht entnehmen und reinigen. Das enthaltene Fruchtfleisch ist in der Regel recht trocken, sodass der Behälter nach dem Ausleeren und dem Nachwischen mit einem Küchentuch eigentlich schon fast sauber ist.

Reinigungszeit

In meinem Test hat sich gezeigt, dass die vom Hersteller angegebene Reinigungszeit von einer Minute unrealistisch ist. Allerdings ist der Reinigungsaufwand dennoch gering und eine komplette Reinigung des Gerätes innerhalb von etwa 3 Minuten abgeschlossen. Wer eine besonders gründliche Reinigung wünscht, der kann die Teile auch in den Geschirrspüler geben.

Haltbarkeit und Garantie

Da ich den Zentrifugalentsafter nur einige Tage im Einsatz hatte, kann ich nichts über die Langlebigkeit über Jahre hinweg sagen. Allerdings fällt bei einigen den Rezensionen bei Amazon auf, dass der Motor des Gerätes nach halbem Jahr oder nach 2 Jahren, den Geist aufgibt. Dies würde auf eine nicht zu lange Haltbarkeit hindeuten. Andererseits wurde das Gerät auch von Stiftung Warentest und Konsument getestet (siehe weiter unten) und diese bescheinigen eine vorbildliche Haltbarkeit. Die Garantie beträgt 2 Jahre.

Vor- und Nachteile im Überblick


Vorteile

  • schnelles Entsaften dank großer Einfüllöffnung
  • bis zu 2,5 Liter Saft in einem Durchgang
  • stabil beim Betrieb, kein Wackeln
  • intuitive und einfache Bedienung
  • sehr gute Saftausbeute
  • hochwertig verarbeitetes Gerät
  • spülmaschinenfeste Einzelteile



Nachteile

  • scharfe Messer am Siebkorb leicht erreichbar
  • laut (jedoch weniger als andere Zentrifugalentsafter)


Mein Fazit: Starker und benutzerfreundlicher Zentrifugalentsafter

Der Zentrifugalentsafter Philips HR1871/10 ist ein echtes Kraftpaket mit dem sich auch größeren Saftmengen in einem Rutsch herstellen lassen. Nicht nur die Saftmenge pro Zeit, sondern auch die Saftausbeute ist sehr hoch. Er ist einfach in der Bedienung und steht stabil und sicher. Besonders benutzerfreundlich ist die große Einfüllöffnung. Dem Benutzer bleibt dadurch das zeitraubende Vorschneiden des Obstes erspart. Die Reinigung ist zwar nicht ganz so schnell möglich wie vom Hersteller angegeben, allerdings geht das Reinigen aller Teile dennoch einfach und schnell über die Bühne, vor allem wenn man eine Spülmaschine besitzt. Insgesamt handelt es sich beim Philips HR1871/10 um ein rundum empfehlenswerter Zentrifugalentsafter für die Zubereitung frischer Säfte zu Hause. Weitere gute Entsafter, sowie einen Überblick über die besten getesteten Modelle findet ihr auf meinen Entsafter Test Seite.

Weitere Tests zum Philips HR1871 Entsafter

  • Stiftung Warentest: Gut (1,8)
    Fazit: Der Philips-Ensafter zeigt im Test eine sehr hohe Saftausbeute, eine gute Handhabung und eine vorbildliche Haltbarkeit.
    Stiftung Warentest 08/2013
  • ETM Testmagazin: Sehr Gut (93/100) Testsieger
    Fazit: Beim ETM Testmagazin war der Zentrifugenentsafter der schnellste von allen getesteten Geräten. Ein kleiner Nachteil: Nach Abschalten drehte sich die Zentrifuge mit 13,4 Sekunden am längsten nach. Des Weiteren gut zu wissen: bei harten Lebensmitteln könne der Stromverbrauch bis zu 1.165 Watt ansteigen und die maximale Lautstärke liege bei 82,2 dB(A).
    ETM Testmagazin 07/2016
  • Konsument: 74/100
    Fazit: Laut Konsument ebenfalls ein schneller Entsafter mit sehr guter Ausbeute und langer Haltbarkeit.
    Konsument 10/2013

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