Frisch gepresste Säfte sind nicht nur lecker, sie liefern dem Körper auch viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Doch kann man mit Hilfe von Säften auch sein Gewicht reduzieren?

Bei Amazon ansehen
Frische Frucht- und Gemüsesäfte: Vitalstoffreiche...

Vorweg sollte gesagt sein, dass eine dauerhafte Gewichtsreduktion nur mithilfe einer Ernährungsumstellung und viel Bewegung (wie z.B. Joggen, Walking, Ergometer Training oder Intervalltraining auf dem Crosstrainer) realisierbar ist. Eine Saftkur ist nur der gebende Impuls für eine Gewichtsreduzierung.

Was versteht man unter einer Saftkur?

Bei einer solchen Kur ist auf dem Speiseplan keine feste Nahrung zu finden, sondern lediglich frisch gepresste Obst– und Gemüsesäfte und Wasser. Man trinkt jeweils morgens, mittags und abends ein Glas à 200 ml Saft und das ein paar Tage lang (zwischen 3 und 5). Man nimmt dabei nur sehr wenige Kalorien zu sich: ca. 300 kcal pro Tag, was die Kilos purzeln lässt [1].

Ein weiterer Grund für die Gewichtsabnahme ist: Die frischen Säfte helfen dabei, das gesamte Verdauungssystem zu entlasten. Dadurch kann der Körper mehr Energie in die Entsäuerung und Entgiftung der Organe stecken, die er sonst für die Verdauung bräuchte. Ein übersäuerter Körper (ausgelöst durch schlechte Ernährungsgewohnheiten, zu viel raffiniertem Zucker, zu vielen verarbeiteten Lebensmitteln, Alkohol, usw.) kann auf Dauer nicht gesund, leistungsfähig und schlank bleiben. Um den entgiftenden Effekt einer Saftkur zu unterstützten sollte zusätzlich ausreichend Wasser getrunken werden, damit die Giftstoffe besser ausgeschwemmt werden können. Für einen effizienteren Entgiftungsprozess wird empfohlen, vor dem Frühstück ein Glas warmes Wasser mit Zitronensaft zu trinken.

Die Säfte sollten am besten mit Hilfe eines Entsafters selbst gepresst werden. Empfehlenswert sind vor allem Slow Juicer, da sie sehr schonend entsaften und die Säfte dadurch einen höheren Anteil an Vitamine, Enzyme und sekundären Pflanzenstoffen aufweisen (siehe dazu die Sieger aus unserem aktuellen Entsafter Test).

Eine Saft-Detox Kur kann nicht nur mit dem Ziel „Abnehmen“, sondern auch zu folgenden Zwecken durchgeführt werden:

  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Hormonschwankungen
  • Hautprobleme

Alle diese Symptome deuten darauf hin, dass die Giftstoffe im Körper die Überhand genommen haben.

Wasserfasten vs. Saftkur

Einige gehen beim Abnehmen einen sehr radikalen Weg und verzichten im Rahmen einer Wasserfasten-Kur für einen bestimmten Zeitraum vollständig auf jeglicher Art von Nahrung: sowohl feste als auch flüssige. Dieses Fasten kann zwar zu einem relativ schnellen Gewichtsverlust führen, jedoch ist der Erfolg oft nur von kurzer Dauer und danach kommt es zu einem starken Jo-Jo Effekt. Während des Wasserfastens hungert der Körper total aus und hat keine Energie. Eine Saftkur unterscheidet sich diesbezüglich von einer Nulldiät oder der Wasserfasten-Kur.

Im Gegensatz zu reinen Wasserfasten-Kuren werden dem Körper im Rahmen einer Saftkur weiterhin wichtige Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe zur Verfügung gestellt. Sie kann auch als vitaminreiches Heilfasten bezeichnet werden. Der Vorteil der Saftkur gegenüber einer reinen Fastenkur ist somit, dass die Säfte das Hungergefühl reduzieren und der Körper auch während dieser Kur genug Energie bekommt.

Welche Saft-Kombinationen sind zum Abnehmen geeignet?

Eine Saftkur mit frischen Säften kann zu einer Verringerung des Gewichts beitragen, wenn vor allem Gemüse für die Herstellung verwendet wird, wie Sellerie, Gurke, Grünkohl, Weißkohl, Tomaten, Spinat, Zitrone, Ingwer, Petersilie und Minze, und weniger Obst. Diese Kombinationen eignen sich z.B. sehr gut zum Abnehmen:

  • Spinat-Gurke-Zucchini Saft
  • Tomaten-Petersilie Saft
  • Grünkohl-Spinat-Kiwi-grüne-Äpfel Saft

Sind Smoothies und Säfte mit viel Fruchtfleisch auch für eine Saftkur geeignet?

Smoothies oder Säfte mit viel Fruchtfleisch sind im Gegensatz zu klaren Säften nicht für eine Saftkur geeignet, denn diese enthalten zu vielen Fasern- und Ballaststoffen, die das Verdauungssystem wieder zum Arbeiten zwingen. Der Effekt der Entlastung der Verdauung tritt somit nicht ein.

Was sollte man bei einer Saftkur beachten?

  • Wichtig ist der Entlastungstag vor der Saftkur: ein Tag vorher sollte man auf Genussmittel wie Alkohol und Kaffee verzichten und nur leichte Kost zu sich nehmen wie Obst, Gemüse und Reis.
  • Eine Saftkur ist nicht als dauerhafte Ernährungsform geeignet und sollte immer nur auf ein paar Tagen begrenzt werden (3 oder 5). Immerhin benötigt der Körper auch Eiweiß und Fette, um gesund zu bleiben. Die Kur sollte daher als eine Art Auszeit für den Körper und die Verdauung angesehen werden. Dennoch können die gesunden Säfte nach der Saftkur weiterhin in den Alltag in kleineren Mengen integriert werden und in einen ausgewogenen Ernährungsplan eingebaut werden. Das hilft dabei die Giftstoffe im Körper zu reduzieren, woraufhin er mehr Energie hat. Die zusätzliche Energie kann hervorragend für sportliche Aktivitäten eingesetzt werden.
  • Wer sein Gewicht mit Hilfe einer Saftkur reduzieren möchte, der sollte vor allem Gemüsesäfte oder Säfte aus grünem Blattgemüse zu sich nehmen. Würde man nur Früchtesäfte trinken kann es passieren, dass dem Körper während einer Saftkur zu viel Energie in Form von Fruchtzucker zur Verfügung gestellt wird. Eine Gewichtsabnahme ist so nur schwer möglich. Grüne Säfte dagegen sind reich an wertvollen Mineralstoffen und enthalten kaum Kalorien. Um den Geschmack zu verbessern, können den Säften allerdings ein Apfel oder auch Karotten beigefügt werden, die ein wenig Süße abgeben, wie z.B. in einem Rote-Beete-Karotte-Apfel Saft.
  • Während einer Saftkur sollte man keine intensive Sportarten ausüben, denn der Körper braucht bei einer intensiven Muskelbetätigung vermehrt Eiweiß und Kohlenhydrate. Spaziergänge und Yoga sind jedoch als Bewegungsarten gut geeignet.
  • Nach der Saftkur sollte man nicht weiter essen wie vorher (also viel Zucker und Fertiggerichte und insgesamt zu große Mahlzeiten), sondern seine Ernährung umstellen. Ansonsten kommt es zu dem bekannten Jo-Jo Effekt.
  • Auch sollte man vor einer Saftkur einen Arzt zur Rate ziehen, denn in der Schwangerschaft, während der Stillzeit und bei Diabetikern z.B. gelten andere Regel, als für gesunde Menschen. Auch beim Entsaften für Kleinkinder gibt es einige Sachen zu beachten. Menschen mit Herzproblemen oder schwachem Immunsystem sollten auf eine solche Detox-Kur verzichten.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Saftkur ein guter Weg ist, um den Körper zu entgiften und für eine initiale Gewichtsabnahme zu sorgen. Zudem bildet sie einen guten Einstieg zu einer nachhaltigen Ernährungsumstellung. Allerdings hängt die dauerhafte Gewichtsabnahme allein von Ihren täglichen Essgewohnheiten und Ihrem Lebensstil nach der Saftkur ab. Integrieren Sie mehr Bewegung, kochen Sie mit frischen Zutaten, essen Sie weniger Zucker und verzichten Sie völlig auf Fertigprodukte – nur so kann der erfolgreiche Anfang auch dauerhaft erfolgreich bleiben.

Weiterführende Informationen

  1. fitforfun.de: SAFTDIÄT – NAOMI CAMPBELLS SCHLANKREZEPT
  2. biotrendies.com: Detox Saftkur Rezepte
  3. eattrainlove.de: MEINE LIEBSTEN SAFT-REZEPTE DER DETOX-KUR