Entsafter Test 2017 – Testsieger im Vergleich

Entsafter Test - TOP 3 Slow Juicer (Saftpressen)

 
Zum TestberichtOscar Neo DA-1000 (Bionika DA-1000) – Entsafter TestKuvings Whole Slow Juicer B6000S – Entsafter TestPanasonic MJ-L500SXE Slow Juicer – Testbericht


Testnote

1.1sehr gut


1.6gut

1.8gut
Saftqualität
Saftausbeute 60 %74 %60 %
Handhabung
Reinigung




Leiser Betrieb
Entsaftertechnik1 Presswalze1 Presswalze1 Presswalze
Umdrehungen pro Minute63 – 75 U/min
60 U/min45 U/min
Einfüllöffnung ø: 4 cm7,5 cm (XXL)4,5 cm
Pressdruck einstellbar
Geeignet für Harte Früchte- und Gemüsesorten

Weiche Früchte- und Gemüsesorten

Granatapfel

Blattgemüse

Faseriges Gemüse (Ingwer)

Weizengras
Harte Früchte- und Gemüsesorten

Weiche Früchte- und Gemüsesorten

Granatapfel, Trauben

Blattgemüse


Harte Früchte- und Gemüsesorten

Weiche Früchte- und Gemüsesorten

Granatapfel, Trauben

Blattgemüse
BPA-frei
Materialien Ultem Pressschnecke, Polycarbonat, MelaminUltem, Tritan, ABS, PC (Ultem Pressschnecke)
edelstahlverstärkte Pressschnecke, Kunststoff
Gewicht6.4 kg6.4 kg4 kg
Maße (B x T x H)25 x 18 x 22,6 cm22,8 x 20,8 x 44,8 cm 18,5 x 17,6 x 43,2 cm
BesonderheitenBesitzt Tragegriff;
Herstellung von Nudeln, Babybrei, Sorbet, Nussmus, Pesto, Dips
Auslauf-Stopp KlappeHerstellung von Frozen Joghurt und Sorbet

Zentrifugalentsafter vs. Slow-Juicer

Der Hauptunterschied zwischen einem Zentrifugalentsafter und einem Slow Juicer besteht in der Geschwindigkeit, mit der Obst und Gemüse entsaftet werden. Das Wort „Slow“ (langsam) in dem Begriff Slow Juicer bezieht sich auf die niedrige Anzahl an Umdrehungen pro Minute der Presswalze und das Wort „Zentrifugal“ auf die starke Rotation des Siebs und der Zentrifugalkraft, durch die der Saft vom Fruchtfleisch getrennt wird.

Zentrifugalentsafter vs. Slow-Juicer / Saftpresse Vergleich
Zentrifugalentsafter vs. Slow-Juicer / elektrische Saftpresse  |  © www.kuechenmaschine-testportal.de

Zentrifugalentsafter sind leistungsfähiger und schneller. Sind sie deshalb besser?

Um die Frage schon mal schnell und kurz zu beantworten: Nein, eine höhere Motorleistung bei einem Entsafter führt nicht zu einer besseren Saftqualität, im Gegenteil.

Um die Unterschiede in der Saftqualität der verschiedenen Entsafter erklären zu können, sollten wir uns zuerst die Funktionsweise anschauen. Zentrifugalentsafter zerkleinern das Obst zum Brei durch Reiben an einer Reibscheibe. Die Reibscheibe und das Sieb bilden dabei meist eine Einheit, wobei das Sieb seitlich rund um die Reibscheibe platziert ist. Diese ist mit scharfen Reibflächen (Messerklingen) ausgestattet und rotiert mit einer Umdrehungszahl zwischen 6.000 und 15.000 Umdrehungen pro Minute. Die Motorleistung bewegt sich im Bereich 1000 – 1200 Watt. Diese Werte sind enorm hoch, damit entsprechend eine hohe Zentrifugalkraft entstehen kann.

Sieb eines Zentrifugalentsafters

Der entstandene Brei wird durch die starke Zentrifugalkraft, die in Folge der Kreisbewegung entsteht, gegen die Löcher des Siebs seitlich geschleudert, wodurch der Saft letztendlich aus dem Fruchtfleisch mit einer hohen Geschwindigkeit „herausbricht“, anstatt sich sanft vom Fruchtfleisch zu trennen.

 

 

Zentrifugalkraft
Der Saft, den man durch einen Zentrifugalentsafter erhält, ist aufgrund dieses radikalen Verarbeitungsprozesses weniger reich an sekundären Pflanzenstoffen und Enzymen als bei einem Slow Juicer, da durch den starken Schleuderprozess und den Luft-Verwirbelungen der Brei mit viel mehr Sauerstoff in Kontakt kommt als bei einem langsam arbeitenden Entsafter. Einige der Vitamine oxidieren bei der Zentrifugaltechnik bereits während des Extraktionsprozesses (während die Zellen aufgespalten werden). Besonders gut zu sehen ist das bei einem Apfelsaft aus gelben Äpfeln, der schnell blasser und bräunlicher wird, anstatt seine frische gelbe Farbe zu bewahren. Zudem trennt sich der Saft zusätzlich in 2 Phasen und es entsteht viel Schaum. Der Saft aus Saftpressen bzw. Slow Juicer ist dagegen homogener: Zellstoff und Fruchtfleisch sind gut gemischt und die Schaumbildung ist minimal.

Entsafter Test - Saftqualität von Slow Juicer und Zentrifugalentsafter im Vergleich
Entsafter Test – Saftqualität von Slow Juicer (Oscar Neo bzw. Bionika DA-1000) und Zentrifugalentsafter (Philips HR1921/20) im Vergleich

Die Behauptung, dass bei Zentrifugalentsafter durch die Hitze das Meiste an Vitamine und Enzymen zerstört werden ist jedoch falsch. Außer dem vermehrten Luftkontakt durch die starke Verwirbelung gibt es keine anderen Ursachen für die Zerstörung der Enzyme und Vitamine [1]. Der Saft enthält trotz höherer Oxidation immer noch Vitamine (auch wenn weniger als beim Slow Juicer) und ist definitiv gesünder als ein gekaufter Saft aus dem TetraPak. Besonders wenn man ihn sofort trinkt und nicht 10 Minuten wartet, bis er noch mehr oxidiert.

Ein weiterer Nachteil von einem Zentrifugalentsafter ist, dass es mit ihm mechanisch unmöglich ist, Blattgemüse oder Gräser so gut aufzubrechen und den Saft daraus zu entziehen wie mit einem Slow Juicer.

Slow Juicer (Saftpressen) liefern bessere Saftqualität

Wenn es um den Prozess des Entsaftens geht, wird mit einem Slow Juicer (elektrische Saftpresse) allgemein eine schonende und effizientere Aufspaltung der Pflanzenfasern von Obst und Gemüse erreicht und damit eine bessere Saftqualität. Das Pressgut wird mit Hilfe von einer oder zwei langsam rotierenden Pressschnecken mit ca. 40 – 100 Umdrehungen pro Minute durch das Sieb reingedrückt ohne viel Reibung zu erzeugen und ohne große Sauerstoffverwirbelung. Die Pflanzenfasern und die Zellen werden langsam zermahlen, ähnlich wie beim menschlichen Kauvorgang, was die Freisetzung von ‚verklebten‘ Nährstoffen in den Pflanzenzellen und Membranen erleichtert.

Slow Juicer mit einer Press-Schnecke (Oscar Neo / Bionika DA-1000)

In einem Zentrifugalentsafter werden die Pflanzenzellen dagegen sehr schnell zum Platzen gebracht und es fehlt die Zeit, um diese vollständig aufzubrechen und wirklich alle gesunden Nährstoffe da rauszuholen. Bei meinem Entsafter Test war es offensichtlich, dass die Farben der Säfte nicht so gesättigt und leuchtend sind, wie bei einem Slow Juicer. Vor allem wenn es um das Entsaften von faserigen Zutaten, Blattgemüse, Weizengras und Wildkräuter geht, sind Saftpressen (hauptsächlich die horizontalen) den Zentrifugalentsaftern überlegen.

1. Rote-Beete-Karotte-Apfel Saft, 2. Orange-Karotten Saft, 3. Grüner Saft aus Gurke-Spinat-Römersalat-Karotte (Entsafter Test mit Oscar Neo / Bionika DA-1000)

 

Zum Vergleich: Rote Beete-Karotten-Apfel Saft mit einem Zentrifugalentsafter (Philips HR1921/20). Die Farben sind dunkler und nicht so strahlend

Zudem sind elektrische Saftpressen bzw. Slow Juicer viel leiser als Zentrifugalentsafter und stören weder einen selbst noch die Nachbarn. Zentrifugalentsafter dagegen sind aufgrund des starken Motorbetriebes sehr laut. Ein weiterer Vorteil von elektrischen Saftpressen ist die Möglichkeit der Herstellung von Nudeln, Babybrei, Sorbet, Nussmus, Pesto und Dips, die bei einigen Modellen besteht. Dazu muss das Sieb gegen einen entsprechenden Aufsatz am Gerät ausgetauscht werden.

Zentrifugalentsafter oder Slow-Juicer kaufen? – Vor- und Nachteile im Überblick

Der Hauptvorteil der Zentrifugalentsafter ist, dass sie sehr viel schneller sind als Slow Juicer, besonders wenn es darum geht, größere Mengen von Früchten und Gemüse zu entsaften. Während die Verarbeitungszeit von Slow Juicern ca. 3-5 Sekunden beträgt, ist die Verarbeitungszeit von Zentrifugalentsaftern meist 0,1 Sekunden. Ein Liter Saft ist in wenigen Minuten damit fertig und reicht für die ganze Familie. Manche Entsafter können bis zu 3 Liter Saft in einem Durchgang herstellen. Daher sind diese die bessere Option für Familien mit Kindern, oder einfach für alle Berufstätige, die frischen Saft in einem sehr stressigen und gehetzten Alltag integrieren möchte, in dem Zeit Luxus ist.

Wenn Sie vorhaben, aus medizinischen oder gesundheitlichen Gründen den maximalen Nährwert und Ausbeute an Vitaminen herauszuholen, oder eine Saftkur zur Körperentgiftung machen wollen, dann kaufen Sie einen Slow Juicer. Auch wenn Sie Gräser, Wildkräuter oder Blattgemüse entsaften wollen, dann ist ein Slow Juicer ganz klar einem Zentrifugalentsafter vorzuziehen. Schlussendlich hängt es manchmal einfach nur vom Budget ab, und da sind Entsafter mit Zentrifugentechnik die klaren Sieger. Andererseits besitzen diese meist viel kürzere Garantiezeiten. Ich persönlich würde immer wieder einen Slow Juicer wählen und nehme mir die paar Minuten mehr Zeit als eine Art Wellness Auszeit, in denen ich mir was Gutes tue.


Vorteile von Slow Juicer

  • Schonende Verarbeitung des Saftgutes
  • Qualitativ besseren Saft
  • Langsamere Oxidation
  • Saft schäumt nicht
  • Kann breiteres Spektrum an Zutaten entsaften
  • Besser für Gräser, Wildkräuter und Blattgemüse geeignet
  • Besser, wenn der Saft aus medizinischen oder gesundheitlichen Gründen getrunken werden soll
  • Besser, wenn eine Saft-Kur zur Körperentgiftung geplant ist
  • Leise im Betrieb
  • meist 10-15 Jahre Garantie



Nachteile von Slow Juicer

  • Langsamere Verarbeitung
  • Gute Modelle sind teurer als Zentrifugalentsafter


Vorteile von Zentrifugalentsafter

  • Schnelles Entsaften größerer Mengen
  • Niedrigere Kosten



Nachteile von Zentrifugalentsafter

  • Schnellere Oxidation
  • Trennung des Saftes in Phasen und Schaumbildung
  • Hohe Betriebslautstärke
  • nur 2 Jahre Garantie


Horizontaler vs. Vertikaler Slow Juicer

Fest steht, dass ein Slow Juicer dem herkömmlichen Zentrifugalentsafter in vielen Faktoren überlegen ist. Er macht weniger Krach und liefert beste Ergebnisse. Wer sich nun also eine elektrische Saftpresse bzw. Slow Juicer kaufen möchte, der muss sich zwischen der horizontalen und der vertikalen Variante entscheiden. Und diese Entscheidung ist gar nicht so einfach, denn beide Varianten haben ihre Vorzüge.

Vertikaler Slow Juicer vs. Horizontaler Slow Juicer Vergleich
Vertikaler Slow Juicer (Kuvings) vs. Horizontaler Slow Juicer (Oscar Neo)

Horizontale Slow Juicer: Funktionsweise

Ich fange bei dem horizontalen Slow Juicer mit den Nachteilen an. Lasst euch nicht davon abschrecken, denn diese Entsafter-Art gehört trotzdem zu meinem absoluten Liebling unter allen Entsaftern.

Bei einem horizontalen Slow Juicer liegt die Schnecke waagerecht im Gerät. Dadurch, dass der Druck beim Stopfen der Lebensmittel in einem 90°-Winkel zur Motorachse liegt, ergeben sich automatisch einige Einschränkungen im Design des Entsafters. So ist es nicht möglich eine große Einfüllöffnung zu haben und auch das Sieb fällt kleiner aus. Eine typische Einfüllöffnung bei horizontalen Modellen besitzt einen Durchmesser von 4 cm. Das bedeutet, dass das Gemüse und Obst in Scheiben oder kleinen Stücken geschnitten werden muss und ab und zu beim Einfüllen nachgestopft werden muss, damit die Schnecke dieses zu fassen kriegt. Der Entsaftungsprozess inklusive Vorbereitungszeit dauert insgesamt ein wenig länger als bei den vertikalen Modellen. Das war es auch schon mit den relevanten Nachteilen der horizontalen Saftpressen.

Nun kommen wir zu den Vorteilen, das wirklich Interessante! Das Sieb der horizontalen Juicer ist meist etwas feiner, wodurch man mit ihnen neben hartem und weichem Obst und Gemüse auch sehr gut Blattgemüse, Weizengras, Wildkräuter und andere fasrige Gemüsesorten verarbeiten kann. Man erhält einen völlig klaren und qualitativ hochwertigen Saft, der sich sehr gut zum Saftfasten, Entgiftungs- und Reinigungs-Kuren eignet. Wenn man ein bestimmtes gesundheitliches Ziel hat, welches das Trinken klarer grüner Säfte mit beinhaltet, würde ich immer ein horizontales Modell wählen. Ein weiterer Vorteil der horizontalen Modelle ist, dass sie robuster und langlebiger sind, da immer nur kleine Stücke eingeführt werden, wodurch der Druck auf die Antriebsachse und die Schnecke kleiner ist.

Ein wichtiger positiver Aspekt ist auch, dass sie schneller sauber zu kriegen sind, da keine verwinkelten, kleinen Kanäle am Boden des Behälters sauber gemacht werden müssen. Einfach unter fließendem Wasser ausspülen und mit der Bürste kurz das Sieb abschrubben. Dieser Vorteil ist für mich wichtiger als der Nachteil, dass ich vorschneiden muss, da das Reinigen von schlecht zugänglichen Kanälchen und das Entfernen und Wiedereinsetzen von Silikonteilchen mich persönlich mehr nervt, als das Schneiden einer Frucht. An das Vorschneiden gewöhnt man sich einfach mit der Zeit. Vor allem, wenn man immer nur 1-2 Gläser Saft herstellt und diese 100% frisch sofort trinkt, dann dauert das Entsaften auch nicht so lang. In meinem Entsafter Test (z.B. Oscar Neo)  war ich mit allem in 5-7 Minuten fertig, inklusive Reingung.


Horizontale Slow Juicer Vorteile:

  • bessere Ergebnisse bei der Verarbeitung von Blattgrün und langfasrigem Pressgut
  • völlig klarer Saft
  • schneller zu reinigen
  • meist robuster und langlebiger als vertikale Modelle
  • Geräte können durch Umrüstung mit entsprechendem Zubehör auch zur Herstellung von Dips, Babynahrung, Eis oder Nudeln verwendet werden



Horizontale Slow Juicer Nachteile:

  • benötigt mehr Zeit beim Auspressen
  • benötigt etwas mehr Stellfläche als vertikaler Slow Juicer


Zudem unterscheidet man noch zwischen 2 Arten von horizontalen Slow Juicern:

  • Horizontale Slow Juicer mit Doppel-Presswalzen-System (Twin Gear Entsafter): Höchste Saftqualität, aber das Entsaften und die Reinigung dauern länger
  • Horizontale Slow Juicer mit Einzel-Presswalzen-System (Single Auger Entsafter): leichtere Reinigung und Handhabung

Vertikale Slow Juicers: Funktionsweise

Bei einem vertikalen Slow Juicer ist die Schnecke senkrecht im Gerät verbaut. Die Kräfte des Pressgutes liegen hier parallel zur Motorachse und dieses Design erlaubt eine größere Einfüllöffnung und ein größeres Sieb. Das ist der größte Vorteil der vertikalen Entsafter: durch die größere Öffnung von ca6-8 cm je nach Modell, können halbe oder ganze Äpfel direkt eingeführt werden, ohne vorzuschneiden. Und durch das größere Sieb steht eine insgesamt größere Oberfläche zum Entsaften zur Verfügung, was den ganzen Prozess pro Einfüllvorgang schneller macht. Das eingefüllte Obst rutschte in meinem Entsafter Test praktisch von selbst in das Gerät, da durch die vertikale Ausrichtung die Schnecke die Frucht wie eine Zunge im Mund zu sich holt. Für das Nachfüllen muss ganz selten der Stopfer benutzt werden. Es gibt natürlich auch vertikale Slow Juicer mit kleineren Einfüllöffnungen von 4 cm, aber solche Modelle würde ich nicht unbedingt kaufen, denn das ist nicht der Sinn, warum ein vertikaler Slow Juicer erfunden wurde. In dem Fall würde ich einen horizontalen Slow Juicer bevorzugen, wenn man schon eine kleine Öffnung wählt.

Ein weiterer Vorteil der vertikalen Saftpresse ist, dass sie aufgrund der vertikalen Ausrichtung und der kompakten Bauweise wesentlich weniger Stellfläche benötigt als die horizontale. Wer wenig Platz in der Küche hat, für den kommt also eher der vertikale Entsafter infrage.

Ein kleiner Nachteil bei vielen vertikalen Slow Juicern, den ich in meinem Entsafter Test beobachtet habe ist, dass der Saft oft dickflüssiger ist (mit etwas mehr Fruchtfleischgehalt) und am Ende noch mal manuell durch ein normales Sieb ausgesiebt werden muss (wenn man einen völlig klaren Saft möchte, wie z.B. für Saftfasten). Auch ist die Zubereitung grüner Säfte mit einem vertikalen Modell schwieriger. Zudem dauert die Reinigung bei vertikalen Modellen länger aufgrund der schwer erreichbaren Kanäle am Boden des Behälters, so dass man insgesamt für 1-2 Gläser Saft 6-9 Minuten braucht, inklusive Reinigung.

Außerdem sollte bei der Kaufentscheidung auch berücksichtigt werden, ob man den Juicer tatsächlich nur für die Zubereitung von frischen Säften nutzen möchte oder auch für andere Nahrungsmittel-Verarbeitungsaufgaben. Denn mit den horizontalen Modellen und dem entsprechenden Zubehör bekommt man praktisch eine kleine Küchenmaschine nach Hause geliefert, mit der man auch viele andere Gerichte zubereiten kann, wie Nudeln, Eis und Babynahrung.


Vertikale Slow Juicer Vorteile:

  • weniger Vorbereitungszeit und Auspresszeit (große Öffnung)
  • weniger Stopfen beim Einfüllen des Pressgutes notwendig
  • etwas höhere Ausbeute beim Pressen von weichem Obst
  • weniger Stellfläche



Vertikale Slow Juicer Nachteile:

  • langsamere Reinigung
  • anfälliger für Verschleiß
  • dickflüssiger Saft
  • Blattgemüse oder langfasriges Pressgut führt häufig zu Verstopfung des Gerätes

Mit welchem Entsafter kann man am besten Weizengras entsaften?

Viele von euch haben wahrscheinlich schon über die Vorteile des Superfood-Nahrungsmittels Weizengras gehört oder gelesen. Wenn man an Weizengrassaft interessiert ist, vor allem als Bestandteil einer langfristigen Kur, sollte man wissen, dass es eine hohe Menge an Gras bedarf, um eine kleine Menge an Saft herzustellen. Daher ist es besonders wichtig einen Entsafter zu kaufen, der effizient Gräser entsaftet und darauf spezialisiert ist. Auch sollte man wissen, dass die Entsafter, die am besten Weizengras entsaften, meist weniger Ausbeute bei anderen Pressgut-Arten, wie z.B. Früchte liefern und umgekehrt. Sehr gute Entsafter für Weizengras sind vor allem die Twin Gear horizontale Saftpressen, welche mit zwei Presswalzen arbeiten, so wie der Green Power Kempo Juicer. Diese können prinzipiell auch Früchte entsaften, aber zu langsam und ineffizient. Für diejenigen, die ein Kompromiss eingehen wollen, gibt es auch Entsafter, die gleichzeitig Gemüse und Früchte gut entsaften können und auch eine anständige Ausbeute an Weizengras liefern. Dazu gehören vor allem die horizontalen Slow Juicer mit einer Pressswalze, wie der Oscar Neo DA-1000, aber auch einige vertikale Slow Juicer sind dafür geeignet. Zentrifugalentsafter liefern dagegen grundsätzlich eine hohe Ausbeute an Fruchtsaft, lässt man diese jedoch Weizengras entsaften, wird man sehen, dass fast nichts dabei herauskommt und man sich das Geld für das Weizengras hätte sparen können, bzw. die Mühe es anzupflanzen.

Wenn man keine Kompromisse eingehen möchte, kann man darüber nachdenken einen Haupt-Entsafter zu kaufen, der alles schnell entsaften kann (wie ein vertikaler Slow Juicer mit breiter Einfüllöffnung oder ein Zentrifugalentsafter) und einen zweiten Entsafter, der speziell für Weizengras und grünes Blattgemüse geschaffen ist. Ein sehr gutes Beispiel für ein Entsafter, der wenig Platz einnimmt und der optimal Weizengras verarbeitet ist die Z-Star Hand-Saftpresse, die unabhängig vom Stromnetz arbeitet und manuell per Hand bedient wird. Durch ihre besonders lange Presswalze und der schonenden manuellen Entsaftung liefert sie eine überdurchschnittlich hohe Saftausbeute.

Manuelle Saftpresse für Weizengrassaft

Manuelle Saftpresse für Weizengrassaft – By Malyadri (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Wie teste ich Entsafter? – Die Saftqualität

Die Saftqualität ist für mich das wichtigste Kriterium bei einem Entsafter Test überhaupt. Denn ein Saft aus dem TetraPak ohne Vitamine und Mineralstoffe kann ich mir immer kaufen, dafür brauche ich keinen Entsafter. Wenn ich schon für so ein Gerät Geld ausgebe, dann muss es auch die beste Qualität liefern, die zurzeit möglich ist. Zentrifugalentsafter fallen daher bei mir von vorneherein aus der Oberliga raus, da durch die enorm hohe Umdrehungszahl und die Art des Entsaftens mittels Zentrifugalkraft, es sehr schnell zu Oxidationsprozessen kommt (und damit zu Vitaminverlust), noch während die Frucht oder das Gemüse in kleinste Teile zertrümmert wird. Die Oxidation ist deutlich bei Apfelsäften zu erkennen, die bräunlich sind und nicht gelb, wie bei einem Slow Juicer (wurde bereits am Anfang des Artikels mit Fotos verdeutlicht). Offensichtliches Qualitätskriterium ist neben der Oxidation auch die Farbstärke, die auf den sekundären Pflanzenstoffen zurückzuführen ist.

Was sagt die Farbe des Saftes über die Saftqualität aus?

Je kräftiger und satter die Farbe des Saftes, desto mehr sekundäre Pflanzenstoffe, wie Flavonoide, Carotinoide, Phytoöstrogene, Chlorophyll und Phytinsäure sind darin enthalten. Diese Stoffe wirken im Körper je nach Art entzündungshemmend, blutdrucksenkend und sollen sogar vor Krebs schützen. Die sattesten Farben erhält man mit Slow Juicern, wie dem Oscar Neo Slow Juicer DA-1000 (siehe hier den Entsafter Test).

Zu viel Schaumbildung, sowie Trennung des Saftes in Phasen, so wie man sie mit den meisten Zentrifugalentsaftern erhält, ist ebenfalls nicht wünschenswert. Mit einem Slow Juicer / Saftpresse wird der Saft dagegen homogen, einheitlich und es gibt keine Trennung von Phasen. Für mich ist das ein deutliches Zeichen, dass man es nicht mit der Technik übertrieben hat und die Vitamine so schonend wie möglich extrahiert wurden.

Während eines Entsafter Tests bin ich besonders auf den Geschmack gespannt. Das beste Geschmackserlebnis liefern für mich wieder einmal die Slow Juicer, wie z.B. der Oscar Neo Slow Juicer DA-1000, da diese den typischen frisch gepressten Geschmack haben und einen deutlichen Energieschwung bei mir hervorrufen. Grundsätzlich kann man beobachten, je schonender das Verfahren, desto mehr nach Natur und Lebendigkeit schmeckt der Saft.

Zusammengefasst sehe ich mir also folgende Punkte an, um die Saftqualität bei einem Entsafter Test zu beurteilen:

  • Oxidationsprozess: Braunfärbung
  • Farbstärke
  • Schaumbildung
  • Trennung des Saftes in Phasen
  • Lebendiger, satter Geschmack

Je höher die Umdrehungen pro Minute desto besser der Saft?

Grundsätzlich gilt, dass mit je weniger Umdrehungen pro Minute (RPM, engl.: revolutions per minute) ein Entsafter läuft, desto schonender ist die Verarbeitung. Jedoch gibt es auch Ausnahmen:

Die Twin Gear Entsafter liefern z.B. eine TOP Saftqualität, beinah vergleichbar mit einer manuellen Presse. Jedoch sind die Umdrehungen pro Minute zum Teil 4 Mal höher als bei langsamen Slow Juicer. Der Grund für die bessere Qualität trotz höherer Geschwindigkeit hier ist, dass das Fruchtfleisch durch winzige Zwischenräume zwischen den zwei Getrieben aus rostfreiem Stahl während des Entsaftens passieren muss und dadurch die Pflanzenzellen besser aufgebrochen werden können.

Ich empfehlen daher, sich nicht so sehr auf die genaue Geschwindigkeit der einzelnen Slow Juicer zu versteifen: ob es 40, 60 oder 100 Umdrehungen pro Minute sind, macht keinen so großen Unterschied, denn alle Saftpressen entsaften langsam und in hoher Qualität. Ein Unterschied besteht erst wenn man z.B. 40 RPM mit 10.000 RPM vergleicht (die 10.000 RPM sind typisch für den Zentrifugalentsafter).

Wie hoch ist die Saftausbeute?

Wenn man über Saftausbeute spricht, sollte die Frage eigentlich lauten: die Saftausbeute von welcher Frucht- und Gemüseart? Man kann nicht grundsätzlich sagen, dass Slow Juicer immer eine höhere Ausbeute liefern als Zentrifugalentsafter oder umgekehrt. Denn die verschiedene Entsafter Modelle liefern für bestimmte Obst- und Gemüsesorten unterschiedlich hohe Ausbeuten, wie sich auch in meinem Entsafter Test zeigte.  So ist es typisch für Zentrifugalentsafter, dass sie eine sehr hohe Ausbeute an Saft von harten Obst- und Gemüsesorten liefern, wie z.B. Äpfel, rote Beete und Karotten. Sie sind dagegen nicht für kleine, sehr weiche Zutaten geeignet, wie Himbeeren oder Tomaten. Diese werden nur ungenügend entsaftet und landen vorwiegend im Trester.

Genauso verhält es sich mit Blattgemüse, Wildkräuter und Weizengras. Diese sollte man lieber mit einem horizontalen Slow Juicer (mit Einzel-Presswalzen-System) oder dem Twin Gear Juicer (mit Doppel-Presswalzen-Systementsaften, anstatt mit einem Zentrifugalentsafter, da die Ausbeute in dem Fall viel höher ist. Slow Juicer können natürlich auch hartes Obst und Gemüse entsaften. Der Unterschied zu der Ausbeute aus einem Zentrifugalentsafter ist minimal (eher Modell abhängig). Daher empfehle ich an alle, die möglichst viele Sorten an Pflanzen entsaften möchten, einen Slow Juicer zu wählen, da man damit einfach viel mehr Möglichkeiten hat. Zu beachten ist auch: Der Twin Gear Entsafter ist nichts für Menschen, die große Mengen an Früchte entsaften wollen.

So habe ich bewertet

Bei meinen Entsafter Tests habe ich immer dieselbe Kombination aus Früchten und Gemüse genommen: Apfel, Rote Beete und Karotte und habe diese gewogen. Wenn eine Saftausbeute von über 60% herauskam, dann wurde die Ausbeute als „Sehr Gut“ bewertet (Note: 1.0). Eine Ausbeute zwischen 50% und 60% habe ich als „Gut“ bewertet (Note: 2.0) und zwischen 40% und 50% als „Befriedigend“ (Note: 3.0). Feinere Abstufungen habe ich bei der Bewertung nicht vorgenommen, da die Ausbeute auch vom Reifegrad, des Alters und der Sorte des Gemüses und des Obstes abhängt. Das heißt, wenn ich mit einer Sorte Äpfel 65% Ausbeute raus bekomme, kann es sein, dass die nächste Sorte 60% liefert. Und wenn der Apfel lange rumgelegen hat, dann nur noch 55%. Man sollte sich also nicht über 5% Unterschiede wundern, wenn man zu Hause mit einem Gerät aus meiner Entsafter Testreihe entsaftet. Die höchste Ausbeute bekam ich mit dem Kuvings Whole Slow Juicer B6000S (74%) und mit dem Philips HR1871/10 Entsafter (68%). Sehr gut waren auch die Erträge bei dem Oscar Neo Slow Juicer DA-1000 (60%) und dem Panasonic MJ-L500SXE Slow Juicer (60%).

Ist der Entsafter einfach zu handhaben?

Die Benutzerfreundlichkeit des Entsafters ist neben der „Saftqualität“ und der „Saftausbeute“ das nächste wichtige Kriterium bei meinem Entsafter Test, und eigentlich genau so wichtig wie die anderen zwei. Denn was nützt eine gute Saftqualität, wenn die Handhabung so kompliziert ist, dass mir die Lust am Safttrinken vergeht. Zu einer einfachen und sicheren Handhabung gehören: schneller und intuitiver Aufbau und kurze Vorbereitungszeiten, relativ zügiges Entsaften und einen sicheren Stand des Geräts.

Ein Vorteil der Zentrifugalentsafter im Bezug auf die Frage „Wie schnell ist mein Saft fertig?“ ist deren starker Motor und die sehr hohe Umdrehungszahl pro Minute. Hier wird ein ganzer Apfel durch die große Einfüllöffnung gejagt und eine Sekunde später fließt der Saft. Die Saftpressen brauchen ein paar Sekunden mehr, bis aus einem Stück Apfel Saft gepresst wird. Was aber andererseits schonender und gesünder ist, wie bereits am Anfang des Artikels erklärt.

Wenn man oft eine große Menge an Früchte und Gemüse auf einmal entsaften möchte, sind Zentrifugalentsafter und vertikale Slow Juicer die beste Wahl. Denn die Einfüllöffnungen sind größer als die Einfüllöffnungen von horizontalen Slow Juicern und das Vorschneiden entfällt. Andererseits ist es gesünder, den Saft immer unmittelbar vor dem Trinken zuzubereiten, damit die meisten Vitamine erhalten bleiben. Daher ist es ohnehin empfehlenswert immer kleine Mengen zu entsaften und direkt zu trinken. Da ich zu dieser Gruppe von Menschen gehöre, habe ich in meiner Küche trotz der kleinen Einfüllöffnung einen horizontalen Entsafter stehen (siehe Oscar Neo DA-1000 Entsafter Test). Ich brauche für einen Saft aus einem Apfel, eine rote Beete und zwei Möhren ca. 2 Minuten Vorbereitungszeit. Dazu kommt noch die halbe Minute für den Zusammenbau, der vorher gereinigten Einzelteile. Der Unterschied in der Zeit für ein Glas Saft ist wirklich minimal. Neben dem schonenden Entsaften bietet er auch eine einfache Reinigung und kompensiert dadurch die etwas längere Vorbereitung (dazu später mehr unter Punkt „Reinigung“).

Bei der Benutzung ist es auch wichtig nicht zu viele Einzelteile zusammenbauen zu müssen. Je weniger Einzelteile desto besser, vor allem auch für die Reinigung.

Eine intuitive Bedienung ist ebenfalls sehr wichtig, denn man sollte den Entsafter bedienen können, ohne ständig in die Bedienungsanleitung rein schauen zu müssen. In diesem Punkt sind alle von mir getesteten Entsafter fast auf den gleichen Stand, denn bei allen wird nach dem Zusammenbau (den man nach 3 Mal Üben auswendig kennt), einfach nur der Startknopf bedient. Bei manchen kann man vorher die Geschwindigkeit oder die Presshärte einstellen, aber das war es auch schon.

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Benutzung des Entsafters ist seine Standfestigkeit. Dieser sollte während des gesamten Prozesses einen sicheren Stand haben und nicht wackeln. Bei manchen Zentrifugalentsaftern ist es so, dass der Motor zu stark für das geringe Eigengewicht des Geräts ist, sodass man den Entsafter während des Entsaftens halten muss, damit er nicht „rumspringt“. Wenn man ihn nicht auf der Küchentheke stellt, sondern auf den Esstisch, werden die Vibrationen stärker und das Gerät wackelt richtig.

Zum Thema Sicherheit habe ich mir Gedanken über mögliche Verletzungsrisiken gemacht und wie sicher das Gerät für Kinder ist. Bei manchen Zentrifugalentsaftern, wie im Gastroback 40138 Entsafter Test gesehen, stellen z.B. die scharfen Messer am Siebkorb ein Verletzungsrisiko für Kinder dar, da sie leicht erreichbar sind, wenn man den Sieb nach dem Spülen irgendwo aufgestellt hat. Auch Erwachsene können sich daran verletzen, wenn sie nicht sehr vorsichtig beim Spülen sind. Slow Juicer sind dagegen sicherer, da sie kein Sieb mit scharfen Stellen haben, an denen man sich verletzen könnte.

Schön im Bezug auf der Handhabung sind auch Zusatz-Funktionen, wie die Tropf-Stopp Funktion, wie bei dem Kuvings Whole B6000S Modell, die ein Auslaufen des Saftes verhindert, nach dem man das Glas oder den Saftbehälter unter der Auslassöffnung entfernt hat.

Zusammengefasst habe ich bei meinen Entsafter Tests in Punkto Benutzerfreundlichkeit auf folgende Eigenschaften Wert gelegt:

  • Größe der Einfüllöffnung
  • Vorbereitungs- und Verarbeitungszeit
  • intuitive Bedienung
  • Standfestigkeit
  • Sicherheit
  • Zusatzfunktionen wie Tropf-Stopp Funktion

Ist der Entsafter einfach zu reinigen?

Die schnelle und unkomplizierte Reinigung ist ein entscheidendes Kriterium bei dem Kauf eines Entsafters. Viele Entsafter, vor allem Zentrifugalentsafter, besitzen spülmaschinengeeignete Teile, was auf den ersten Blick als ein riesiges Plus erscheint. Jedoch befindet sich in jedem Entsafter ein Siebfilter, der den Saft vom Fruchtfleisch trennt, und die Spülmaschine allein ist meist nicht in der Lage diesen richtig sauber zu bekommen, da die Frucht- und Gemüsefasern die Sieblöcher verstopfen.

Es ist notwendig mit einer Bürste über die Sieblöcher kurz zu schrubben, damit diese entfernt werden. So eine Bürste wird meistens mitgeliefert. Zudem würden die Einzelteile vor allem bei Zentrifugalentsaftern die Spülmaschine ziemlich vollmachen und können nicht einfach so mal mitgespült werden. Ein weiterer Grund, der gegen die Reinigung in der Spülmaschine spricht ist, dass die Teile des Entsafters am besten sofort ausgespült werden sollten, damit Fasern im Sieb und Fruchtfleischreste nicht austrocknen. Nach einigen Stunden ist es nämlich viel schwerer, die Teile komplett sauber zu bekommen.

Wenn es um die Reingung des Entsafters geht, ist es weniger wichtig, ob die Einzelteile spülmaschinenfest sind, sondern viel mehr, ob sie per Hand schnell und einfach zu reinigen sind. Dafür ist die Größe und die Anzahl der zu reinigenden Teile wichtig und ob sie knifflig zu reinigen sind. Zentrifugal-Entsafter haben in der Regel weniger Teile, aber dafür größeres Siebemit mehr Löchern, wodurch die Reinigung etwas länger dauern kann. Man benötigt je nach Modell zwischen 3 und 7 Minuten.

 

Horizontale Slow Juicer mit einer Presswalze, wie der Oscar Neo DA 1000, sind meistens am einfachsten zu reinigen, da sie kleine Einzelteile besitzen und ein kleines Sieb, das ganz schnell sauber zu bekommen ist, wenn man unter fließendem Wasser mit der Bürste 2-3 Mal drüber geht. Ich brauche für den Oscar Neo 2 Minuten. Ein großer Pluspunkt ist, dass sie im Gegensatz zu einigen vertikalen Slow Juicer keine Schüssel bzw- Presswalzengehäuse mit verwinkelten Kanälen und innenliegenden Hohlräumen am Boden besitzen, die noch mühsam mit Zahnhölzern oder mit dem dünnen Ende der mitgelieferten Bürste von Verstopfungen befreit werden müssen. Zudem ist das Sieb der vertikalen Slow Juicern zwar kleiner als das der Zentrifugalentsafter, aber dennoch größer als bei den horizontalen Entsaftern. Dazu kommen bei den vertikalen Modellen die Abnahme von Silikonbürsten und Silikondichtungen während der Reinigung, wie z.B. beim Kuvings B6000S. Dagegen ist die Reinigung eines horizontalen Modells ein Kinderspiel.

Andererseits punkten viele vertikale Slow Juicer, wie der Kuving B6000S, der Panasonic MJ-L500SXE und der Hurom HE mit einer Rotationsreinigungsbürste (Rotationswischer), die während des Betriebs um das Sieb rotiert und dieses schon vor der Reinigung vor Verstopfungen schützt.

Die Reinigungszeit für einen vertikalen Slow Juicer liegt zwischen 4 und 8 Minuten. Diese kann bei einigen Modellen ein wenig verkürzt werden, in dem man nach der Entsafter-Session in der Einfüllöffnung Wasser einfüllt und den Entsafter nur mit diesem Wasser laufen lässt. So lassen sich Verstopfungen zum Teil schon vor der eigentlichen Reinigung lösen. Trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man auch dann mit der Bürste manuell nachhelfen muss.

Am kompliziertesten zu reinigen sind Twin Gear Zwillingsgetrieb-Modelle, da sie mehr Einzelteile besiten als „normale Entsafter“ mit einer Presswalze.

Bei vielen Entsaftern gibt der Hersteller an, dass die Einzelteile zur Desinfektion in Backsoda und Wasser für ca. 30 Minuten eingetaucht werden können. Vor allem bei eingetrockneten Verstopfungen ist dies eine gute Lösung. Die Reinigung des Motors wird natürlich nie in Wasser getaucht oder gespült, sondern einfach mit einem trockenen Tuch gereinigt.

Ein weiterer Gesichtspunkt, den ich bei der Reinigung berücksichtige, ist wie einfach oder wie schwer sich die Einzelteile voneinander trennen lassen. Es sollte auch für ältere und schwache Menschen oder nicht handwerklich begabte möglich sein, alle Teile problemlos auseinander zu bauen.

Lautstärke

Vor allem zwischen Zentrifugalentsafter und Saftpressen / Slow Juicer kann man einen Riesenunterschied in der Lautstärke feststellen. Während Zentrifugalentsafter laute, schrille Geräusche von sich geben, sind Saftpressen bzw. Slow Juicer aufgrund der rollenden und mahlenden Geräusche sehr leise. Wer also früh morgens und spät abends entsaften möchte, ohne Probleme mit dem Nachbar zu kriegen oder selber ein Freund der Stille ist, sollte sich für eine Saftpresse entscheiden. Ich gehöre zu dieser letzten Kategorie und liebe deshalb die Slow Juicer.  Für Familien mit Kindern und einem abgehetzten Alltag, die schnell mit Vitaminen versorgt werden müssen, würde ich allerdings trotz der kurzzeitig hohen Lautstärke einen Zentrifugalentsafter empfehlen, denn man ist einfach viel schneller fertig.

Verarbeitung

Ich schaue mir auch die Verarbeitung des Materials an und bewerte das Aussehen der Entsafter nach meinem Geschmack. Generell punkten in meine Tests Edelstahlverkleidungen und hochwertige, widerstandsfähige Kunststoffe wie Ultem höher als billige Plastik. Ebenfalls ist es für mich sehr wichtig, dass die Bauteile, die mit dem Saft oder den Lebensmitteln in Berührung kommen, BPA frei sind. Also schaue ich in den Herstellerangaben und werte die Verarbeitung entsprechend höher, falls dies der Fall ist.

Größe des Entsafters – kompakt und einfach zu lagern?

Grundsätzlich schaue ich danach, dass die Entsafter nicht zu riesig sind, denn es muss noch Platz für alle anderen Geräte in der Küche bleiben. Letztendlich sind Entsafter jedoch nicht so groß wie Kaffeevollautomaten, und ich habe noch keinen so riesigen Entsafter getestet, dass ich danach keinen Platz hätte. Daher fließt dieses Kriterium nicht mit in meine Bewertung ein, denn jeder sollte für sich selbst überlegen, wo der Aufstellungsort des Geräts später sein wird und entsprechend das Gerät und den Platz ausmessen. Wichtig ist es vor allem, die Fläche (Breite und Länge) und das Gewicht zu berücksichtigen, obwohl auch die Höhe wichtig sein kann je nach dem, wo man es aufstellt.

Hier sind ein paar Empfehlungen von mir für kompakte Entsafter: Besonders platzsparend sind die vertikalen Slow Juicern, da sie sehr wenig an Fläche einnehmen, wie z.B. das Kuvings Whole B6000S Modell mit nur 23 x 21 cm Grundfläche. Mit einer Höhe von 45 cm kann es in fast jeder Küche auf der Theke integriert werden. Zentrifugalentsafter sind meist etwas größer. Der Gastroback 40138 Design Multi Juicer nimmt z.B. 34 x 23 cm Grundfläche ein.

Die Küchentheke bietet sich grundsätzlich als ein guter Aufstellungsort eines Entsafter an, vor allem wenn man regelmäßig entsaften möchte. Eine Steckdose befindet sich meist immer in der Nähe und der Kühlschrank, sowie frisches Obst und Gemüse sind auch nicht weit entfernt. Falls man keinen Platz auf der Küchentheke hat, kann man den Entsafter auch im Schrank verstauen. Wenn man z.B. einen horizontalen Entsafter nach der Reinigung nicht wieder aufbaut, sondern die Teile einzeln verstaut, nimmt das Gesamtpaket sehr wenig Platz ein.

Falls man den Entsafter jedes Mal aus dem Schrank herausholen muss, dann sollte man sich vor dem Kauf auch das Gewicht genauer anschauen. Vor allem für ältere Personen oder Personen mit körperlichen oder gesundheitlichen Einschränkungen könnte das Gewicht von 5 oder 6 kg ein Problem darstellen.

Lange Garantie: ein Qualitätsmerkmal

Wenn der Hersteller lange Garantiezeiten über 10 Jahren gewährt, dann ist das für mich ein zusätzliches Zeichen für die Qualität des Entsafters. Natürlich bringen 15 Jahre Garantie auf den Motor nichts, wenn die Saftqualität oder die Ausbeute nicht stimmen. Eine besonders lange Garantie für Motor und Einzelteile bietet z.B. der Oscar Neo DA-1000.

Der Preis: Markenhersteller vs. No-Name Firmen

Bei den Entsaftern gilt das Sprichwort: „Wenn Du billig kaufst, kaufst Du zwei Mal“.  Entsafter, die 50 Euro kosten besitzen im Allgemeinen einfach nicht die nötigen technischen Voraussetzungen, um einen qualitativ hochwertigen Saft herzustellen und liefern eine niedrige Ausbeute. Bei bekannten Marken, wie Oscar/ Bionika, Omega, Kuvings und Hurom weiß man einfach, dass man gute Qualität, sowohl bei den Materialien, als auch beim Saftergebnis bekommt. Die Technik wurde bei diesen Markenprodukten jahrelang auf den Prüfstand gestellt und optimiert, es werden hohe Sicherheitsstandards eingehalten und die Kunden sind zufrieden. Günstige Imitate aus China oder von No-Name Firmen können meist nicht mir diesen etablierten Marken mithalten, auch wenn der Entsafter von außen noch so sehr wie ein Marken-Entsafter aussieht. Ein Auge kann ich zudrücken, wenn das Produkt nur für die Produktion nach China ausgelagert wurde, aber die Konzeption, Design, Wahl der Materialien und die Qualitätssicherung in dem Land der etablierten und bekannten Firma erfolgen.

Wie viel sollte ein Entsafter kosten?

  • Nicht empfehlenswert: Zentrifugalentsafter unter 50 Euro:

Es gibt auch Zentrifugalentsafter unter 50 Euro, wie der Torrex, der Klarstein Fruit Tornado, der Andrew James oder der PEARL Zentrifugal-Entsafter, allerdings haben die billigsten Geräten laut dem Entsafter Test von Stiftung Warentest die kürzeste Haltbarkeit, z.B.  aufgrund von Motorlagerschäden. Einige billige Modelle fallen bereits nach 8 Betriebsstunden aus (jeweils in Zyklen betrieben). Zu den Entsaftern mit der schlechtesten Haltbarkeit mit der Note „mangelhaft“ gehören: der Tristar SC-2283, der Severin ES 3559 und der Clatronic AE 3465. 

  • Gute Zentrifugalentsafter kosten zwischen 100 und 250 Euro, so wie der Philips HR1871/10 Entsafter.
  • Empfehlenswerte Slow Juicer: ab 200 Euro

Die Preise für Slow Juicer bewegen sich im Bereich zwischen 80 und 700 Euro. Billige Entsafter unter 200 Euro würde ich nicht empfehlen. Diese schneiden in Punkten wie Haltbarkeit, Handhabung und Reinigungsaufwand nicht gut ab, wie am Beispiel der Petra Electric Vitapure Saftpresse, die bei Stiftung Warentest [3] die Note „Ausreichend“ bekommen hat. Meiner Erfahrung nach gibt es jedoch auch Ausnahmen, wie z.B. der Panasonic MJ-L500SXE Slow Juicer, der für seinen Preis unter 200 Euro ganz gute Ergebnisse liefert und einfach zu handhaben ist.

Sehr gute elektrische Saftpressen bzw. Slow Juicer gibt es im Bereich zwischen 300 und 400 Euro. Hier findet man meist ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis, wie am Beispiel des Oscar Neo DA-1000 (Bionika DA-1000) und dem Kuvings Whole Slow Juicer B6000S.

Die besten Saftpressen gibt es ab 500 Euro, wie die GreenStar 5000 Elite, die mit einem Doppel-Presswalzen-System (Twin Gear) arbeitet. Diese war Testsieger unter den Slow Juicern bei Stiftung Warentest [3] und lieferte die höchste Saftausbeute, zeichnete sich durch lange Haltbarkeit und niedrigste Betriebslautstärke. Allerdings fällt das Reinigen per Hand hier etwas länger aus, aufgrund der vielen Einzelteilen. Dafür sind aber alle zu reinigende Teilen spülmaschinenfest.

Zusätzliche Funktionen

Viele der Entsafter, vor allem die Slow Juicer, bieten neben der Herstellung von Säften, auch andere zusätzliche Funktionen an, wie z.B.:

  • Faden- und Bandnudeln herstellen
  • Gemüsebrei und Fruchtmus für Babys oder ältere Personen herstellen, 
  • Pesto, Brotaufstriche, Dips zubereiten
  • Nussmus, Tahini oder Hummus, Kokos-Dattel-Pralinen zubereiten
  • Fruchteis, Sorbets

Dafür wird meist das Saftsieb durch ein Zerkleinerungssieb, welches keine Sieblöcher besitzt, ersetzt, und auf die Press-Schnecke eingesetzt. Am Ende wird eine bestimmte Zerkleinerungsdüse eingesetzt mit entsprechenden Öffnungen: rechteckig, rund oder mit mehreren Löchern. Dadurch ist es möglich die Lebensmittel zu zerkleinern und zu vermischen, bis eine homogene Masse entsteht, die aus der Düse austritt und in dem Saftbehälter landet. Mehr Infos dazu gibt es in diesem Artikel über den Oscar Neo, der viele der Funktionen mitbringt.

Wenn man jedoch nach einem guten Entsafter sucht, sollten diese zusätzlichen Möglichkeiten Speisen herzustellen, eine niedrigere Priorität haben. Denn mehr Funktionalitäten sagen nichts über die Qualität des Entsafters aus. Anders sieht es aus, wenn man sich sicher ist, dass man auf jeden Fall die Nudel-Funktion und die Brei-Funktion z.B. nutzen möchte. Dann sollte man nach einem hochwertigen Entsafter greifen, der diese zusätzlichen Funktionen bietet.

Eignen sich Entsafter auch für die Herstellung von Smoothies?

Bei Entsaftern, von denen die Hersteller behaupten auch Smoothies herstellen zu können, sollte man skeptisch sein. Entsafter sind grundsätzlich nicht in der Lage so eine homogene Textur bei Smoothies zu erzielen, wie man es von einem Hochleistungs-Mixer erwartet. Siehe als Beispiel die Performance des Gastroback 40138 Design Multi Juicer in meinem Entsafter Test. Ich würde nie von einem Entsafter erwarten, dass er auch gute Smoothies herstellen kann, höchstens Säfte mit mehr Fruchtfleischgehalt.

Regulation des Pressdrucks und des Fruchtfleischgehaltes

Ein guter Entsafter sollte an erster Stelle einen klaren und reinen Saft herstellen können, damit die Verdauung entlastet wird und die Vitamine leichter und schneller absorbiert werden können. An zweiter Stelle kann man schauen, ob der Pressdruck so reguliert werden kann, dass der Entsafter auch Fruchtfleisch durchlässt. Außer man will auf jeden Fall mehr Fruchtfleisch in den Saft haben. In dem Fall verzichtet man aber auf die oben genannten Haupt-Vorteile eines Saftes.

Was sagt Stiftung Warentest zum Thema Entsafter?

Im Entsafter Test von 08/2013 wurden folgende Zentrifugalentsafter getestet:

  1. Philips Advance Collection HR1871/10
  2. Braun Multiquick 7 J700
  3. Gastroback Design Multi Juicer
  4. Bosch Styline MES20A0
  5. Rommelsbacher ES 800/E
  6. Kenwood Excel JE850
  7. Tefal Elea Duo
  8. Severin ES 3559
  9. die baugleichen Clatronic AE 3465 und Bomann AE 1917
  10. Trista SC-2283

Ferner wurden die Saftpressen getestet:

  1. Greenstar Elite GSE 5000
  2. Jupiter Juicepresso 868
  3. Moulinex Infy Press Revolution
  4. Petra Electric Vitapure

In der Kategorie „Zentrifugalentsafter Test“ bekamen die Modelle von Philips, Braun, Gastroback, Bosch, Rommelsbacher und Kenwood das Testurteil „GUT“. Das Modell von Tefal bekam das Urteil „befriedigend“ und die Modelle von Severin, Clatronic, Bomann und Tristar bekamen nur die Note „mangelhaft“.

Das beste Modell in der Testreihe war der Zentrifugalentsafter von Philips. Die Saftergebnisse und die Haltbarkeit waren „sehr gut“ und die Handhabung, so wie die Lautstärke wurden mit „gut“ bewertet. Besonders hoch war die Ausbeute, was ich auch bei meinem Philips Entsafter Test festgestellt habe. Einzig bei dem Punkt Sicherheit, bekam der Testsieger die Note „befriedigend“. Das schlechteste der getesteten Modelle war der Entsafter von Tristat. Zwar konnte auch dieser beim Entsaften überzeugen, allerdings gab es Defizite bei der Handhabung. Besonders negativ hat sich auch die kurze Haltbarkeit auf die Bewertung im Entsafter Test ausgewirkt. Weiterhin fiel beim Braun J700 Multiquick 7 und beim Kenwood Modell die Reinigung etwas aufwendiger aus als bei den restlichen Zentrifugen (mehr Infos zum Thema Reinigung des Kenwoods gibt es hier: Kenwood JE 850 Entsafter).

In der Kategorie „Saftpresse Test“ bekamen die Modelle von Green Star und Jupiter die Note „gut“. Diese punkteten vor allem mit der niedrigen Betriebslautstärke und im Bereich Sicherheit. Der Entsafter von Moulinex wurde mit „befriedigend“ bewertet, was vor allem auf das schlechte Saftergebnis zurückzuführen war. Der Entsafter von Petra Electric bekam die Note „ausreichend“, vor allem aufgrund der geringen Haltbarkeit. Beim Saftergebnis selber konnte es die Petra Electric jedoch durchaus mit der Moulinex und der Jupiter im Entsafter Test aufnehmen.

Testkriterien der Stiftung Warentest im Entsafter Test

Mit einer Gewichtung von 40 % flossen die Ergebnisse des Entsaftens (Saftmenge und Auspressgeschwindigkeit) in die Bewertung ein. Dafür wurden alle Geräte mit je 500 Gramm Weintrauben, Karotten und Äpfeln befüllt. Die Früchte und das Gemüse wurden für den Entsafter Test in Stücke geschnitten, deren Größe ein problemloses Befüllen des Entsafters möglich machte.

Zu 30 % floss die Handhabung des Gerätes in die Bewertung ein. Diese beinhaltet die Qualität der Bedienungsanleitung, den Aufwand für das erste Zusammensetzen des Gerätes bis zur ersten Benutzung und den Reinigungsaufwand nach der Benutzung. Ferner fließt in die Endnote beim Entsafter Test auch ein, wie aufwendig das Entsaften selbst ist. Dazu zählen das Schneiden der Früchte in Stücke, sodass sie in die Einfüllöffnung passen und der Aufwand und die Dauer für das Entleeren der Trester- und Saftbehälter.

Mit 10 % Gewichtung fließt die Haltbarkeit des Gerätes in die Bewertung ein. Dazu wurde jedes Gerät in diversen Testzyklen unter Last und im Leerlauf betrieben. Mit ebenfalls jeweils 10 % Gewichtung flossen die Lautstärke und die Sicherheit in die Bewertung ein. Bei der Beurteilung der Lautstärke wurden die Ergebnisse von Messgeräten ebenso berücksichtigt, wie das subjektive Hörempfinden der Tester. Außerdem wurde individuell beurteilt, ob das Gerät sicher ist. Hierfür wurden beispielsweise die Standfestigkeit des Gerätes im Entsafter Test überprüft und ob es beim versehentlichen Griff mit der Hand in die Einfüllöffnung zu Verletzungen kommen kann.

Alternativen zum Entsafter

Wer nicht über einen Entsafter verfügt, der muss auf den Genuss von verflüssigtem Obst nicht unbedingt verzichten. Immerhin gibt es etliche Alternativen, die in den meisten Haushalten ohnehin zu finden sind. Da wäre zum Beispiel der Pürierstab. Mit diesem kann weiches Obst und Gemüse sehr gut verflüssigt werden. Allerdings wird bei dieser Variante das Fruchtfleisch nicht vom Saft getrennt. Der Qualität des Saft-Erzeugnisses ist das aber nicht abträglich. Eine andere Option ist der Mixer. Auch hiermit kann man Früchte und Gemüse problemlos zerkleinern. Und auch hier bleibt das Fruchtfleisch im Getränk. Im Gegensatz zum Pürierstab, kann der Mixer auch härteres Obst und Gemüse problemlos zerkleinern. Man kann sogar gefrorene Früchte in den Mixer geben und so leckere Fruchtsorbets herstellen.

Eine weitere Alternative ist die gute alte Zitruspresse. Hiermit kann man hauptsächlich Zitrusfrüchten ihren wertvollen Saft problemlos entlocken. Die Zitruspresse gibt es in der einfachen Variante, in der das Auspressen per Hand erfolgt und in der elektrischen Variante, bei der ein geringerer Kraftaufwand notwendig ist.

Verfügt man über keines dieser Geräte, dann kann man den Saft auch auf althergebrachte Weise gewinnen, indem man das Obst kocht. Dafür werden die Früchte in einen Dampfentsafter gegeben und vorsichtig erhitzt, bis der Saft austritt. Allerdings können durch das Erhitzen der Früchte wertvolle Vitamine verloren gehen.

So, nun sind wir zum Ende meines Entsafter-Artikels angekommen. Ich hoffe, dass ich mit meinen Entsafter Test Videos und Erfahrungsberichten dem einen oder anderen bei seiner schwierigen Entscheidung helfen kann und wünsche ein frohes Entsaften!

Quellen und weiterführende Informationen:

  1. www.juicingscience.com: Versuche und Fakten zum Thema Entsafter Test
  2. www.ukjuicers.com: SLOW JUICER VS FAST JUICER
  3. Entsafter Test von 08/2013 durch Stiftung Warentest
  4. Entsafter Test von Guter Rat.de
  5. Konsument 10/2013 Entsafter Test
  6. ETM Testmagazin 07/2016 Entsafter Test
  7. deutschlandistvegan.de
  8. ETM Testmagazin 09/2012 Entsafter Test

Meine Entsafter Tests: