Frisches Obst und Gemüse sind bei Kindern nicht unbedingt sehr beliebt. Und so besteht die Ernährung vieler Kinder leider häufig nur aus vielen leeren Kalorien, die in Form von Fast Food aufgenommen werden. Allerdings benötigen gerade Kinder im Wachstum viele Vitamine und Mineralstoffe. Die Eltern sollten ihren Kindern daher auch regelmäßig Obst und Gemüse anbieten. Und wenn es nicht gerne in fester Form aufgenommen wird, dann sollte man es zusätzlich in Form von Säften versuchen. Diese werden meistens mit Freude aufgenommen. Dabei sollten fertige Säfte jedoch möglichst vermieden werden. Denn die enthalten nicht selten zu viel Zucker und zugesetzte künstlich hergestellte Vitamine.

Säfte für Kinder lieber selber herstellen

Besser ist es, wenn die Säfte selber hergestellt werden. Denn auch wenn man frisch gepresste Säfte vom Obststand kaufen kann, weiß man nicht wie es sich mit der Hygiene verhält: ob alle Früchte gut gewaschen sind und der Entsafter regelmäßig gereinigt wird. Oft wird außerdem Stunden vorher entsaftet, sodass der Saft nicht wirklich frisch ist und die Vitamine bereits oxidiert sind. Und letztendlich wird es auf die Dauer zu teuer, wenn man regelmäßig den Saft kauft, anstatt ihn selber herzustellen.

Am besten verwendet man für das Entsaften zu Hause eine Saftpresse bzw. einen Slow Juicer, die mit einer möglichst geringen Drehzahl arbeiten. Dadurch stellt man sicher, dass der Entsaftungsprozess im Gegensatz zum Zentrifugalentsafter schonend verläuft und im Saft möglichst viele Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe landen. Um einen geeigneten Entsafter zu finden, können Sie sich zunächst hier über die Entsafter Arten und die aktuellen Entsafter Testsieger informieren.

Ab welchem Alter mit Fruchtsäften beginnen?

Mit dem ersten Zufüttern von Säften kann, in Absprache mit dem Kinderarzt, schon im Alter zwischen 6 und 12 Monaten begonnen werden. Man kann z.B. mit Apfel- und Birnensaft beginnen. Allerdings sollten Äpfel und Birnen nicht als reiner Saft angeboten werden. Der Fruchtsaft sollte mit der gleichen Menge Wasser verdünnt werden. Das Verdünnen der Fruchtsäfte hilft dem noch empfindlichen Verdauungssystem der Babys. Auch später sollte den Säften noch Wasser zugefügt werden um Durchfälle zu vermeiden und um die Zuckerzufuhr (Fruchtzucker) gering zu halten. Ab einem Alter von vier Jahren kann dem Kind dann auch nach und nach weniger Wasser und mehr reinen Fruchtsaft angeboten werden.

Auf Hygiene und Bio-Qualität achten

Bei der Herstellung von Säften für Kinder sollte streng auf Hygiene geachtet werden. Alle Arbeitsgeräte, der Entsafter, die Arbeitsfläche und die Lebensmittel selber sollten stets gut gereinigt werden, damit Bakterien keine Chance haben. Zudem sollten die verwendeten Früchte Bio-Qualität haben und sehr variabel eingesetzt werden, damit dem Kind Säfte in großer Abwechslung angeboten werden können.

Spielerisch in die Saft-Welt einweihen

 

Wenn das Kind gesunde Säfte nicht mag, dann kann man es in die Herstellung der Säfte mit einbinden und so sein Interesse an den gesunden Drinks wecken. Auch besonders farbenfrohe Säfte oder Säfte, die selbst ausgedachte witzige und spannende Namen haben, werden von den Kleinen lieber angenommen als „langweilige“ Säfte. Zum Beispiel kann man einen Karotten-Apfel-Saft als „Herr Karotte heiratet Frau Apfel“ vorstellen und einen Orangen-Karotten-Saft als „Wilde Party in Orange“. Machen Sie aus dem Entsaften ein Spiel und bringen Sie Ihre Kinder dazu, die Früchte abzumalen und mit bunten Farben nachzuzeichnen. Lassen Sie jedoch die Kinder beim Entsaften nie unbeaufsichtigt.

Keine Alternative, sondern Ergänzung zum Obst

Fruchtsäfte oder Gemüsesäfte sollten keine Alternative zu festem Obst oder Gemüse sein. Sie sollten in der Ernährung von Kindern lediglich eine Ergänzung darstellen, mit der dem Organismus der Heranwachsenden wichtige Nährstoffe geliefert werden.

Welches Obst und Gemüse ist für Kindersäfte geeignet?

Besonders gut sind Äpfel, Birnen, Orangen, Wassermelonen, Karotten und Gurken für die Herstellung von Säften für Kinder geeignet. Ein paar Tropfen Zitrone geben dem Saft einen zusätzlichen Frische-Kick. Wenn die Kinder an die Säfte gewöhnt sind, können sie auch allmählich mit grünem Blattgemüse angereichert werden, wie z.B. Spinat.